Die Bespannungshärte ist ausschlaggebend für die Spieleigenschaften des Schlägers
Beim Kauf eines neuen Tennisschlägers ist es allen Tennisspielern besonders wichtig ein sehr gutes Schlägermodell in der Hand zu halten, um möglichst erfolgreich spielen zu können. Auch mit der möglicherweise optimalen Saite und der geeigneten Bespannungshärte besteht dieser Anspruch. Doch was passiert, wenn die Bespannungshärte im Laufe der Zeit nachlässt? Und die Bespannungshärte lässt auf jeden Fall mit der Zeit deutlich nach ...
Es ist ein ganz natürlicher Prozess, dass beim Tennis (ebenso aber auch beim Squash oder Badminton) die Saite verschleißt. Mit diesem Verschleiß verschlechtern sich auch zwangsläufig die Spieleigenschaften des Schlägers. Da dies ein schleichender Prozess ist, fällt dies vor allem Tennisspielern mit einem niedrigeren Spielniveau nicht auf, wobei sich deren Spiel aber trotzdem zwangsläufig verändern bzw. verschlechtern muss.
Diese Spieler erkennen aber nicht den wahren Grund ihrer "schlechteren Form", sondern zweifeln eher an sich selbst, oder an ihren schlagtechnischen Möglichkeiten. In diesem Zusammenhang ist es also sehr wichtig, sich immer bewusst zu sein, dass die Schlägerbesaitung ein Verschleißartikel, welcher von Schlag zu Schlag immer schlechter wird. Das Problem ist allerdings, dass viele Spieler eben sagen, so eine neue Bespannung kostet Geld, und ich nehme lieber noch ein paar Stunden Tennis mit einem schlechteren Schläger in Kauf.
Aber genau diese Einstellung kann der Grund dafür sein, dass Spieler mit einer zwangsläufig zu weichen Saite, weil sie schon "ausgelutscht" ist, sich technisch verschlechtern, weil ihre normalen Schläge zu schnell werden, und sie sich unterbewusst umstellen. Im Klartext heißt das, ein Fehler (die zu alte Besaitung) wird mit einem anderen Fehler (einer Umstellung der Schlagtechnik) kompensiert. Die Folge ist auf jeden Fall eine Verschlechterung des eigenen Tennisspiels.
Jeder Tennisspieler braucht ein Bewusstsein für seine Besaitung
Ist sich ein Tennisspieler im Klaren, dass die Bespannung für den Erfolg oder Misserfolg seines Tennisspiels zwingend mitverantwortlich ist, dann wird er seinen Tennisschläger entsprechend öfter besaiten lassen, und ein höheres Spielniveau bei gleichbleibenden Spieleigenschaften seines Tennisschlägers halten. Es ist also genau falsch, immer nur Geld sparen zu wollen, weil durch eine alte Tennissaite der Schläger kaum noch spielbar ist. Dies gilt vor allem für Spieler, deren Saiten durch ihre geraden Schläge nicht reißen, und somit sehr lange im Schläger bleben.
Bei Topspin- oder Turnierspielern ist diese Problematik eher nicht so ausschlaggebend, weil deren Saiten naturgemäß einfach öfters reißen. Aber auch bei diesen Spielern lässt die Bespannungshärte der Saite auch schon deutliche Zeit vor dem Reißen nach.
Man muss ein Bewusstsein für seine Bespannung entwickeln
Aus diesem Grund sollte sich jeder Tennisspieler klar machen, dass mit jeder "Betriebsstunde" Tennis die Besaitung schlechter wird. Auch beim bloßen Liegenlassen des Schlägers verliert die Besaitung schon minimal an Bespannungshärte. Temperaturschwankungen schaden der Saite, weshalb man seinen Schläger immer in einer Thermobag verwahren sollte, den Schläger nie in der Sonne liegenlassen sollten, oder ihn im Winter immer aus dem Kofferraum herausnehmen sollte. Auch sollte man vermeiden, dass die Saite feucht oder nass wird.
Als Faustregel sagt man, dass man seinen Tennisschläger in der Saison so oft neu besaiten lassen sollte, wie man Stunden pro Woche spielt. Das heißt also, wenn man pro Woche dreimal Tennis spielt, sollte man seinen Schläger mindestens dreimal pro Saison neu besaiten lassen. Jedem Tennisspieler muss einfach bewusst sein, dass der Spielspaß auch abhängig davon ist, was man in seine Ausrüstung investoert. Und da steht ein regelmäßige Neubespannenlassen des Tennisschlägers an erster Stelle.
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