Die Eigenschaften der Längssaiten und Quersaiten
Eine Hybridbespannung macht aus der Betrachtungsweise der unterschidlichen Funktionen der Längssaiten und Quersaiten durchaus viel Sinn. Die Längssaite unterliegt beim Spiel der größeren Belastung, und sollte deshalb mit einer stabilen, haltbaren Saite bespannt werden. Dies erkennt man daran, dass es meistens die Längssaite ist, die beim Tennisschläger reißt. Die Quersaite soll die Eigenschaften Power, Ballgefühl, Kontrolle und Armschonung übernehmen. Durch eine Hybridbespannung versucht man also die Eigenschaften Haltbarkeit und positive Spieleigenschaften auf zwei verschiedene Saitenarten zu verteilen, und in einer Bespannung zu vereinen.
Welche Saite sollte man für die Längssaite verwenden?
Da die Längssaite beim Spiel stärker belastet wird als die Quersaite sollte man bei einer Hybridbespannung eine stabile und haltbare Saitenart verwenden. Dafür bieten sich beispielsweise Polysaiten an, mit einem nicht zu dünnen Saitendurchmesser (etwa 1,30 mm). Polysaiten sind haltbarer also Multi-, Synthetik- oder Naturdarmsaiten, welche dann folgerichtig als Quersaite verwendet werden. Durch die stabile und haltbare Polysaite als Längssaite soll die Quersaite geschont werden, womit deren Spieleigenschaften besser zur Geltung kommen.
Welche Saite sollte man für die Quersaite verwenden?
Wie schon erwähnt, werden für die Quersaiten in der Regel Multi-, Synthetik- oder Naturdarmsaiten verwendet, weil diese mehr Ballgefühl, Armschonung, Kontrolle und Power bieten.
Das Prinzip von Hybridbespannungen
Die Kombinationsmöglichkeiten bei Hybridbesaitungen sind aber noch viel vielfältiger, da das vorher beschriebene Hybridbesaitungsprinzip "nur" auf Haltbarkeit ausgelegt. Spieler wie Roger Federer beispielsweise setzen bewusst bei der Längssaite auf die positiven Eigenschaften einer Naturdarmsaite um noch mehr Power, Kontrolle und Spin zu bekommen. Die Haltbarkeit spielt hier in diesem Beispiel also keine Rolle.
Genaus aus den selben Überlegungen kann man auch die Eigenschaften einer strukturierten Saite sowohl als Längs- oder auch als Quersaite im Rahmen einer Hybridbespannung unterschiedlich einsetzen, je nachdem welchen Schwerpunkt man bei seiner Hybridbesaitung setzen will.
Ebenso wichtig ist je nach Art der für die Hybridbespannung verwendeten Saitenarten die Bespannungshärte der jeweiligen Teilstücke Längssaite und Quersaite. Je nach Spielweise des Spieler, also zB Topspinspieler, werden die beiden Teilstücke unterschiedlich hart bespannt. Die Differenz der Bespannungshärte und dauch die Geweichtung auf Längs- oder Quersaite ist sehr individuell und Abhängig von den Saitenarten und Vorlieben des Spielers, und sollte sich in einem Bereich von 1 bis 2 kg unterschiedlicher Bespannungshärte bewegen.
Fazit:
Vom Prinzip her ist eine Hybridbespannung sicherlich besser und funktioneller als eine herkömmliche Besaitung, allerdings sind die Kombinationsmöglichkeiten aufgrund der vielen verschiedenen Saitenarten sehr zahlreich. Aus diesem Grund muss wohl jeder Tennisspieler erst etwas rumprobieren, bis er die für ihn und seine spielweise am besten geeignete Saitnekombination für seine Hybridbespannung gefunden hat.
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