Die richtige Bespannungshärte ist einer der wichtigsten Faktoren, um mit seinem Schläger gut und kontrolliert spielen zu können. Dabei muss die Härte der Besaitung auf die Spielweise des Spielers abgestimmt sein. Außerdem hängt die Bespannungshärte auch zu einem großen Teil vom jeweiligen Schlägermodell ab.| << Welche Saitenarten gibt es, und welche Eigenschaften haben sie? | Welches Werkzeug brauche ich zum Schläger bespannen? >> |
Grundsätzlich gibt es für jeden Schläger laut Hersteller eine empfohlene Besaitungshärte. Diese ist abgestimmt auf die Spieleigenschaften und die spezielle Bauart des jeweiligen Schlägers. Ein größerer Schläger muss meist etwas härter bespannt werden als ein kleinerer Schläger. Dieser empfohlene Richtwert des Herstellers für die Bespannungshärte ist meist auf der Innenseite des Schlägerrahmens zwischen dem Griff und der Schlagfläche aufgedruckt.

Bei fortgeschrittenen Spielern kann die Bandbreite der möglichen Bespannungshärten viel mehr variieren, weil für Spieler mit einer guten Schlagtechnik eine harte Besaitung mehr Ballkontrolle ermöglicht. Hier wiederum auf Kosten des Ballgefühls und der Armschonung. Wie man sieht, haben alle Möglichkeiten der Bespannungshärte Vor- und Nachteile, und man muss sich als Spieler praktisch für den besten Kompromiss entscheiden. Im Laufe der Zeit findet jeder Spieler nach einer Art Probespielphase immer genauer zu seiner bevorzugten optimalen Bespannungshärte.
Selbst bei den Tennisprofis sind die Vorlieben bezüglich der Bespannungshärte sehr unterschiedlich. Beispielsweise hat der Italiener Filipo Volandri beim French Open Grand Slam Turnier von Roland Garros im Jahr 2009 mit einer unglaublichen Bespannungshärte von nur 10 kg (22Lbs) gespielt. Den härtesten Schläger hat bei diesem Turnier Jürgen Melzer aus Österreich mit 35 kg (77 Lbs) gespielt. Im selben Jahr hat Raffael Nadal beim Turnier von Wimbledon mit 25 kg Bespannungshärte gespielt, obwohl man bei diesem extremen Topspin-Spieler eigentlich eine deutlich härtere Bespannung erwartet hätte.
Ein weiterer wichtiger Faktor für die richtige Bespannungshärte ist aber auch die Art der Saite, da nicht nur die Schlägerrahmen eigene Spieleigenschaften haben, sondern auch die Saiten selbst. Die unterschiedlichen Saitenarten und Saitenmodelle unterscheiden sich in Material, strukturellem Aufbau, Dicke, Elastizität und Haltbarkeit. Wiederum je nach Spielweise des Spielers spielt es eine große Rolle für welche Art der Saite sich ein Spieler entscheidet. Sowohl aus Sicht der verschiedenen Schlägerarten, als auch der verschiedenen Saitenarten entstehen sehr viele Kombinationsmöglichkeiten mit ganz unterschiedlichen Wechselwirkungen.
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