Das Bespannen von einem Tennisschläger ist zwar nicht sonderlich schwer oder kompliziert, aber dennoch kann man gerade durch zu viel "Routine" schnell ein paar wichtige Punkte außer Acht lassen, und die Qualität des bespannten Schläger wird schnell sehr schlecht. Das heißt die Saite kann beschädigt werden, und die Bespannungshärte ist falsch. Hier werden die wichtigsten Fehler aufgezeigt, und viele bespannungstipps gegeben.| << Hybridsaiten und Hybridbespannungen | Welche Bedeutung hat der DT-Wert (Dynamic Tension / dynamische Härte) für eine Schlägerbespannung? >> |
Das wichtigste bei einem Tennis-, Squash-, oder Badmintonschläger ist die richtige Bespannungshärte. Man kann den idealen Schläger für sich haben, man kann die beste Saite für seine Spielweise in seinem Schläger haben, wenn der Schläger aber falsch bespannt ist, sprich die Bespannungshärte nicht stimmt, ist der Schläger trotzdem unspielbar.
Aus diesem Grund ist das Schlägerbespannen eine sehr wichtige Sache. Häufig sind beim Bespannen immer wieder einige grundlegende Fehler beim Schlägerbespannen zu beobachten:

Oft wird schon ein großer Fehler vor dem eigentlichen Bespannen begangen, indem die gerissenen Saite, zu lange im Schlägerrahmen gelassen wird. Dadurch, dass der Rahmen durch die Bespannung großen Druck- und Zugkräften ausgesetzt ist, wird der Rahmen durch eine gerissene Saite unnatürlichen und vor allem einseitgen Belastungen ausgesetzt, welche sich negativ auf die Stabilität auswirken. Aus diesem Grund sollte die gerissenen Saite möglichst bald aus dem Schläger herausgeschnitten werden. Hierbei sollte man vor allem darauf achten, das man die Längs- und Quersaiten möglichst abwechselnd durchschneidet, damit der Rahmen möglichst gleichmäßig entlastet wird.
Für ein qualitätiv hochwertiges Bespannen muss man unbedingt saitenschonend besaiten. In diesem Zusammenhang werden die Quersaiten oft zu schnell durch die Längssaiten durchgezogen, so dass durch die entstehende Reibung die längssaiten durch leichte Einkerbungen beschädigt werden.
Die Haltezangen sind nicht sauber, oder falsch eingestellt. Sind die haltezangen zu leicht eingestellt rutscht die Saite durch und die Bespannungshärte stimmt nicht. Ist eine Haltezange zu fest eingestellt, wird die Saite gequetscht und somit beschädigt.

Bei mechanischen Bespannmaschinen kommt es oft vor, dass der Hebelarm falsch bedient wird. Am Hebelarm mag zwar das Bespanngewicht richtig eingestellt sein, aber der Hebelarm wird zu weit, oder nicht weit genug gespannt. Resultat, die Bespannungshärte ist falsch.
Viele Saiten müssen vor dem Bespannen vorgedehnt werden, damit diese möglichst langs ihre Spannungsstabilität behalten. Wird dies nicht gemacht, lässt die Bespannungshärte sehr schnell nach. Außerdem sollte man beim Bespannen die Saite auf keinen Fall knicken, besonders bei Naturdarmsaiten.
Bei elektrischen Bespannmaschinen ist es auch ganz wichtig, diese immer neu zu eichen, damit überhaupt ein qualitative Bespannen möglich ist. Zur Überprüfung des richtigen Bespannungsgewichtes eignet sich eine federwaage sehr gut.
Beim Abknoten wird oft die letzte Saite zu wenig hart bespannt, und es werden oft unsaubere Knoten gemacht, womit die Saite etwas durchrutschen kann, und Bespannungshärte wieder zu weich wird.
Dies sind die wichtigeste Punkte, damit ein sauberes und qualitativ hochwertiges Bespannen des tennisschlägers gewährleistet werden kann, und damit man selbst, und eventuell auch seine Kunden, möglichst viel Spaß am Tennis hat.
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