Die Modellvielfalt und die unterschiedlichen Querschnitte bei Tennissaiten ist sehr groß. Der Querschnitt bei Tennissaiten unterscheidet sich nicht nur durch die Dicke, welcher von 1,10 Millimeter bis 1,40 Millimeter variiert, sondern auch durch die Form der jeweiligen Saite. All diese unterschiedlichen Formgebungen verleihen der jeweiligen Tennissaite in Verbindung mit den unterschiedlichen Materialien, den verschiedenen Bespannungshärten, in Verbindung mit den verschiedenen Schlägermodellen, und auch in Kombination als Hybridbespannung immer wieder unterschiedliche Spieleigenschaften.| << Besaitungen sind empfindlich und müssen sorgfältig behandelt werden | Bespannungshärte messen mit dem ERT 300 >> |
Vom Grundsatz her sollen strukturierte Tennissaiten und Saiten mit eckigem Querschnitt mehr Reibung beim Schlag zwischen der Bespannung und dem Ball erzeugen. Somit kann man dem Ball mit dieser Saitenart mehr Drall mitgeben, womit diese Saiten besonders für Topspinspieler besonders gut geeignet sind.
Diese profilierten Tennissaiten oder strukturierten Saitenarten können unter anderem einen sechseckigen, achteckigen, oder auch zahnradförmigen Querschnitt haben. Es gibt auch strukturierte Tennissaiten, deren Querschnitt man sich so vorstellen muss, dass um einen glatten runden saitenquerschnitt ein zusätzlicher dünner Saitenstrang spiralförmig um den dicken Saitenkern gewickelt ist.
Allen diesen strukturierten und eckigen saitenquerschnitten ist eine wichtige Eigenschaft gemeinsam: sie sollen dem Ball beim Schlag mehr Drall verleihen. Wie immer bei allen Dingen haben aber solche strukturierten Tennissaiten nicht nur Vorteile. Denn der Vorteil der größeren Reibung mit dem Ball, ist gleichzeitig auch der Nachteil, dass die Saite durch die auftretenden höheren Kräfte beim Schlag auch schneller verschleißt. Das heißt, diese Saiten werden auch schneller reißen.
Der höhere Verschleiß dieser strukturierten Tennissaiten und der Saiten mit eckigem Querschnitt wird auch noch durch die Tatsache mehr verstärkt, dass man solche Saiten auch eher in einem möglichst dünnen Querschnitt spielen sollte, denn nur dünnere Saiten können sich auch richtig tief in den Ball beim Schlag "hineinkrallen".
Letztendlich ist aber auch eine strukturierte Tennissaite nicht die Garantie für einen Topspinspieler, dass man damit auch einen guten Topspin spielen kann. Hier ist nach wie vor in erster Linie die richtige Schlagtechnik des Spielers von großer Bedeutung. Ebenso muss man durch etwas Ausprobieren der jeweiligen strukturierten Saite den richtigen Kompromiss für sich selbst finden, um den entsprechenden Effekt der Saite zu erzielen, aber nicht einen zu großen Saitenverschleiß zu haben.
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